Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr
Von Weinbergen geprägte Albiger Landschaft

Zehn Jahre „Volontäre für Albig“

Zehn Jahre „Volontäre für Albig“   Zehn Jahre „Volontäre für Albig“

"Pro salute omnium – Zum Wohl aller“

Albig gt.- Wenn es die „Volontäre für Albig“ nicht schon gäbe, man müsste sie erfinden. Seit nunmehr zehn Jahren sind die 27 freiwillig tätigen Herren, alle im gesetzten Alter, bereits erfolgreiche und unverzichtbare Partner bei der Dorfentwicklung und sehen sich auch der Pflege des guten Images der renommierten Weinbaugemeinde Albig verpflichtet. Ab dem Tag ihrer Gründung am 21. April 2009 haben sie nachweislich bis Ende 1. Quartal 2019 insgesamt 349 Arbeitseinsätze absolviert, bei denen 16 800 Stunden Eigenleistung erbracht wurden.

Dabei erstreckt sich das Tätigkeitsfeld der Ehrenamtsgruppe über alle Bereiche der praktischen und ideellen Tätigkeiten, die zum öffentlichen Aufgabenspektrum zählen. Die Unterstützung der Gemeindebediensteten bei der Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Anlagen, der Spielplätze, des Friedhofes, des Ehrenmals, der Aussegnungshalle und des alten kircheneigenen Kirchhofs sowie bei der Landespflege in der weitläufigen Gemarkung gehört somit seit zehn Jahren auch zum Aufgabenspektrum der „Volontäre“. Oft sind die Herren Partner der örtlichen Vereine, kümmern sich ab und an um die Pflege des Sportareals und sorgen bei großen Festen für Ordnung und Sauberkeit, damit sich die Gäste in der Weinbaugemeinde wohl fühlen und sie vertreten die Gemeinde Albig bei Festumzügen in der Region.

In Albig herrscht die unbestrittene Meinung vor, dass hierbei ein echtes Ehrenamt ausgeübt wird, da beim Engagement der Gruppe keinerlei Eigeninteresse besteht. Der Gruppenname „Volontäre für Albig“ betont die absolute Freiwilligkeit ihres Engagements und das „Motto „Pro salute omnium - Zum Wohl aller“ steht für die politische und religiöse Neutralität und für die Gemeinwohlverpflichtung. Zwischen der Ehrenamtsgruppe, ihrer Aufgabenstellung und Steuerung bestand von Anfang an eine enge Kooperation mit der Gemeindeverwaltung, was sich zusammen mit einer regelmäßigen Öffentlichkeitsarbeit und umfassender gruppeninterner Kommunikation als Erfolgsgarant herausgestellt hat.     
    
Besonders stolz sind die „Volontäre“ auf ihre TOP-Projekte, bei denen die nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde im Vordergrund steht. Aufgrund der großen Berufs- und Lebenserfahrung der Akteure konnte dabei von Anbeginn ein großes Anforderungsspektrum abgebildet werden. Bereits 2009 wurde der in der Flurbereinigung angelegte, aber zwischenzeitlich vergessene Weinwanderweg wieder aktiviert, saniert, erweitert und mit interessanten Thementafeln zum Weinbau, Flora, Fauna, Geologie und Ortsgeschichte ergänzt.

Die Albiger Reilchenroute wurde 2010 beschildert und 2011 errichteten die Herren auf den aufgelassenen Gärten am Bahnhof zwei Bouleplätze. Mit der Sanierung des Dorfpfades rückten sie 2012 eine weitere ortsgeschichtliche Besonderheit in den Mittelpunkt des touristischen Interesses und an der die Ortslage tangierenden Bundesstraße errichteten die „Volontäre“ einen neuen Fahrgastunterstand. In den etwas steileren Bereichen der Weinbau-gemarkung „Ahlenberg“ bestimmten früher Trockenmauern das Landschaftsbild. Bis sich die „Volontäre“  in den Jahren 2013 und 2015 dieser ökologisch sehr wertvollen Mauern annahmen, gaben die zusammengefallenen Mauern ein trauriges Bild ab und waren dem guten Image der Weinbaugemeinde Albig abträglich. Auf die Wiedererrichtung der Mauern sind die Ehrenamtler wegen der Aufwertung des ökologischen Potenzials in der Gemarkung und der Steigerung des Images von Albig besonders stolz.

In den Jahren 2014 bis 2016 waren die „Volontäre“ dann unverzichtbare Helfer und Unterstützer bei den Arbeiten zu den Dorferneuerungsmaßnahmen. Bei der Realisierung der Jugendlounge, der Neugestaltung des Parkplatzes Sportareal, Verlegung der Altstoff-Sammelcontainer, Errichtung einer Freilichtbühne und insbesondere bei der Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Tennisheims, engagierte sich die Gruppe in besonderer Weise mit über 1600 Stunden Eigenleistungen.
Mit der Umwandlung des ehemaligen Tennisheims in den Bürgertreff entstand das Lieblingskind der Gruppe. Angefangen von der Reinigung des Daches bis zum Neuanstrich des soliden Holzgebäudes, der Beteiligung am Innenausbau, der Anlage neuer Wege und der Fernkennzeichnung aus Cortenstahl, waren die „Volontäre“ an allen Arbeitsschritten maßgeblich beteiligt.
                                                                                                                                                               
Im Jahre 2017 setzten die Gruppenmitglieder einen weiteren Höhepunkt in ihrer Erfolgsgeschichte mit der Sanierung der alten, historisch belegten Quelle auf dem Sumborn. Die früher für die Wasserversorgung der Ortslage und der nahen römischen „Villa Rustica“ bedeutende Quelle und der zugehörende alte Wasserbehälter sind jetzt wieder in den Blickpunkt der Ortsgeschichte geraten und seither oft interessantes Ziel für Gäste beim Albiger Weinsommer.

Voriges Jahr, war das Jahr der Renovierung, denn es stand die umfassende Sanierung der 25 Sitz- und Ruhebänke an, der Neuanstrich der Schaukästen der Gemeinde konnte abgeschlossen werden und es wurde mit der Instandsetzung der Friedhofsmauer begonnen. Jetzt im Jubiläumsjahr haben sich die „Volontäre“ die Installation eines innerörtlichen Wegweiser-System zu den öffentlichen Einrichtungen auf die Fahnen geschrieben und wollen bis Ende April damit fertig werden.   

Die Pflege der Geselligkeit, der Blick über den Tellerrand und die Einbeziehung der Ehefrauen und Lebensgefährtinnen in die Gruppenarbeit geht über der Arbeitserledigung aber auch nicht verloren. Mit Ausflügen, Exkursionen, oft zusammen mit befreundeten Familien, einem monatlichen Stammtisch im Bürgertreff, gelegentlichen Grillfesten und einem Jahresabschlussfest in „Schlicks Restaurant in der Weinstube Mann“ pflegt die Gruppe den geselligen Zusammenhalt und die Motivation für neue Aufgaben.

Die „Volontäre“ erfreuen sich nicht nur an ihren soliden Arbeitsergebnissen, sondern auch am umfangreichen Lob und der Anerkennung von vielen Albiger Bürgerinnen und Bürgern. Besonders stolz sind die „aktiven Volontäre“ auf ihre Senioren, die nach wie vor eng ins Gruppengeschehen eingebunden sind und gerne um Rat gefragt werden. Leider blieb die Ehrenamtsgruppe aber auch vor traurigen Ereignissen nicht verschont, denn schon drei Gruppenmitglieder mussten sie auf ihrem letzten Gang begleiten.

Zehn Jahre „Volontäre für Albig“Gerne integrieren sie auch neue „Volontäre“ in die Gruppe. Interessenten starten dazu am besten an einem Dienstagvormittag um 8.30 Uhr, denn dann beginnt  in Albig immer ein „Volontärstag“. 





Die „Volontäre“ wollen ihr Jubiläum wieder zusammen mit allen Albigerinnen und Albigern feiern und laden am Mittwoch, 1. Mai um 19.00 Uhr zum „Golden Evergreen-Abend“ in die Turnhalle zu Musikcomedy der 20 & 30er Jahre voller Nostalgie ein. Couplets und Chansons von Otto Reutter, Heinz Rühmann, Johannes Heesters oder den Comedian Harmonists offenbaren hintersinnige Geschichten über die Magie, den Wahnsinn der Liebe und die Abseiten des menschlichen Miteinanders, vorgetragen von Chansonier Ewald Schu begleitet am Piano von Katharina Rupik.

Karten im Vorverkauf zum Preis von 5 Euro sind donnerstags von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr und von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Rathaus und bei allen „Volontären“ erhältlich, sowie an der Abendkasse zum Preis von 7 Euro. Im Ausschank sind Weine des Weingutes Willi Knell. Bei der Bewirtung helfen die Albiger Landfrauen. Einlass in die Turnhalle ab 18 Uhr.

Mit freundlicher Unterstützung der

Volksbank Alzey-Worms eG


Adresse

Rathaus
Langgasse 58
55234 Albig
Tel. (0 67 31) 23 01
E-Mail Adresse

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