Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr
Von Weinbergen geprägte Albiger Landschaft

Rundschreiben zu Weihnachten 2018 und zum Jahreswechsel 2018/19

Verehrte Bürgerinnen und Bürger von Albig,

Ortsbürgermeister Günther Trautweines ist in Albig guter Brauch, dass kurz vor Weihnachten und vor dem nahen Jahreswechsel in einem Rundschreiben an alle Haushalte ein Rückblick über das vergangene Jahr gezogen und ein Ausblick aufs neue Jahr erfolgt. Wesentliche Ereignisse und Vorkommnisse sollen dabei nochmals in Erinnerung gerufen werden und auf Stärken und Verbesserungen wird hingewiesen. Diese Form der Unterrichtung der Bürgerschaft bietet mir aber auch die Gelegenheit, allen ehrenamtlich engagierten Menschen unseres Dorfes Dank und Anerkennung auszusprechen, denn das ausgeprägte ehrenamtliche Engagement ist eindeutig eine Stärke in unserer Gemeinde. In einer Zeit in der zunehmend öffentliche Leistungen nachgefragt und gefordert werden, die Kommunen an den Rand der finanziellen Leistungsfähigkeit stoßen, ist  das freiwillige Engagement in der Gemeinde unerlässlich und in noch stärkerem Maße unabdingbar und so möchte ich bei dieser Gelegenheit um ein noch breiteres und tiefgefächertes ehrenamtliches Engagement werben und zur Beteiligung aufrufen. Insbesondere sind Führungsaufgaben zur Vorbereitung und Organisation ehrenamtlicher Betätigung in sozialen und anderen Bereichen  zu verstärken.   

So möchte ich an erster Stelle das beispielhafte Engagement unserer Freiwilligen Feuerwehr und ihres Fördervereins hervorheben und mich im Namen der gesamten Bürgerschaft beim Kommando der Feuerwehr und allen aktiven Wehrleuten für ihren unverzichtbaren Dienst bedanken. Tag und Nacht steht die Albiger Wehr zur Unterstützung, Hilfe und Rettung bereit. Führung, Organisation und der Einsatz in der Feuerwehr verdienen somit höchsten Respekt, Anerkennung und umfassenden Dank! Hervorheben möchte ich auch das erfolgreiche und vorausschauende Engagement  bei der Förderung der Jugendfeuerwehr. Das Verhalten der Wehrleute ist um so respektabler zu bewerten, da hier keinerlei Eigeninteresse bei der ehrenamtlichen Betätigung vorliegt.

Das sportliche und kulturelle Leben in der Gemeinde ist ohne den Einsatz von Helferinnen und Helfern, ohne Vereinsvorstände, Abteilungsleitungen, Übungsleiterinnen und Betreuern nicht aufrecht zu erhalten. Diese Personengruppe stellt oft auch die finanzielle Leistungsfähigkeit ihrer Gruppierung bei der Ausrichtung von Veranstaltungen mit wirtschaftlichem Hintergrund sicher. Hier möchte ich an das Engagement unseres Turnvereins, des Landfrauenvereins, des Männergesangvereins, der Winzerzunft, der Chorgemeinschaft, von Cantara, der Landjugendgruppe und des Kinderchors erinnern, ohne deren Engagement der neue „Albiger Weinsommer“, ein bestimmender Faktor zur Imagebildung als renommierte Weinbaugemeinde, und die Veranstaltungen an der Kerb nicht möglich wären. Dafür spreche ich allen Beteiligten in den genannten Institutionen Dank und Anerkennung aus.

Die Skylarks, der Kinderchor, die Chorgemeinschaft, Cantara, der Männergesangverein, die Theatergruppe des Landfrauenvereins und der ev. Posaunenchor stehen in herausragender Art und Weise für die kulturellen Leistungen in der Gemeinde und machen mit ihren Konzerten und Aufführungen unserer Dorf weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt und tragen ebenfalls wesentlich zu unserem positiven Image bei. Dafür bedanke ich mich bei den kulturschaffenden Albigerinnen und Albigern mit großer Anerkennung. 

Für die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung von Aktivitäten die dem Brauchtum zugerechnet werden, danke ich den Mitgliedern des ev. Posaunenchors sehr herzlich. Das Kurrendeblasen an hohen kirchlichen Feiertagen ist für Albig ein weiteres wesentliches Alleinstellungsmerkmal. Auch die hohe Bürgerbeteiligung an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag und die Mitwirkung der evangelischen Kirchengemeinde, des Männergesangvereins, des Posaunenchors und Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der VdK-Ortsgruppe und des Turnvereins finde ich erwähnenswert und beachtlich.

Hierzu passt, dass Albig bei der Sammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge immer eine Spitzenstellung im Vergleich mit den umliegenden Gemeinden einnimmt. Dafür danke ich dem engagierten Sammlerteam und den Spendern sehr herzlich. Den Mitgliedern des Gewerbevereins danke ich für die alljährliche Installation der Weihnachtsbeleuchtung im Dorf. In diesem Jahr geschieht das bereits zum 21. Mal und erfreut die Menschen in der dunklen Jahresszeit.     

Die Sportgemeinde Albig wird eindeutig vom Turnverein geprägt. Hier stellen sich große Herausforderungen bei der Organisation des breitgefächerten sportlichen Angebotes und bei der Aufrechterhaltung des unabdingbaren finanziellen Gerüstes. Besondere Anerkennung verdienen diese Anstrengungen deshalb, weil im Turnverein eindeutig der Breitensport und wichtige gesellschaftliche, gesundheitsfördernde und soziale Funktionen gepflegt und gefördert werden. Dafür gebührt den Verantwortlichen größte Anerkennung und allen im Verein engagierten Mitwirkenden großer Dank.

Den guten Ruf als Sportgemeinde prägen insbesondere auch die aktiven Fußballer. Sportlich derzeit im Mittelfeld der B-Klasse angesiedelt, kämpften die Fußballer seit Jahren zusammen mit dem rührigen Vereins – und Abteilungsvorstand mit viel Emotionen und Herzblut vergeblich und bis dato ohne Erfolg um einen zeitgemäßen und angemessenen Rasenplatz.

Nach dem viele wichtige Infrastrukturprojekte, wie Kindergartenerweiterung, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung beauftragt bzw. abgeschlossen waren, habe ich deshalb die Sanierung des Hartplatzes und Umbau in einen Rasenplatz auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt und entsprechende Beschlüsse im Rat herbeigeführt. Nachdem auch die Generalversammlung des Turnvereins sich im Rahmen einer Sondersitzung eindeutig für einen Rasenplatz ausgesprochen hatte und sich ein Förderverein Rasenplatz gründete, der für eine 100 000 Euro-Beteiligung an den Baukosten und zusammen mit dem Turnverein für die künftigen Unter-haltungsmaßnahmen sowie für Pflegekosten – und arbeiten gerade steht, haben die Mitglieder des Gemeinderates mit Mehrheit dem Bau grünes Licht gegeben und  einen Zuschussantrag beim Kreis eingereicht. Derzeit liegt der Antrag auf Bezuschussung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier zur Genehmigung vor. Einen positiven Bescheid können wir voraussichtlich Anfang 2019 erwarten. Die Gesamtbaukosten für die Umbaumaßnahme Rasenplatz sind derzeit auf 400 00 Euro geschätzt. 100 000 Euro erwarten wir an Zuschüssen des Landes. Für die Gemeinde verbleiben somit nach derzeitiger Kostenschätzung 200 000 Euro für die Maßnahme Rasenplatz zu finanzieren. Wie uns die jüngste Vergangenheit zeigt, können im Zuge der Ausführung der Baumaßnahme aber Preissteigerungen bei der Vergabe der Arbeiten auftreten.

Die Baumaßnahme Rasenplatz stellt für die Ortsgemeinde und künftig auch für den Turnverein eine große Herausforderung in finanzieller Hinsicht und nach immerwährender Pflege und Unterhaltung dar. Der extrem trockene 2018er Sommer lässt die Anstrengungen nach lückenloser Rasenpflege mit entsprechender Bewässerung erahnen. Mit einem engagierten TV-Vorstand, dem rührigen Förderverein und tatkräftigen Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern, muss die Pflege- und Unterhaltung der neuen Anlage gewährleistet werden. In anderen Orten funktioniert das ja auch. Ggf. ist im Turnverein auch die Anstellung eines bezahlten Mitarbeiters für Pflege und Unterhaltung zu vollziehen.

Einen beachtlichen Beitrag zur Unterstützung und finanziellen Entlastung der Gemeinde leisteten auch 2018 die „Volontäre für Albig“. Mit 42 Arbeitseinsätzen und nachgewiesenen 1809 Arbeitsstunden unterstützten sie die Gemeindebediensteten in ihrer Aufgabenstellung. Durch die Erledigung der Projekte „Sanierung der Friedhofsmauer“ und „Neuanstrich aller Sitz- und Ruhebänke“ sowie der „Fällung nicht mehr standsicherer Bäume“ im Dorfgebiet und am Ortsrand, wurde eine reale Kosteneinsparung von mehreren tausend Euro erzielt. Dafür danke ich den Mitgliedern der Ehrenamtsgruppe sehr herzlich.     

Mit besonderem Stolz kann ich darauf verweisen, dass unsere Gemeinde in ökologischer Hinsicht durchaus Vorbildcharakter hat und für alle Maßnahmen öffentliche Zuschüsse beantragt wurden. In den Jahren 2017 und 2018 wurden 279 Leuchten der Straßenbeleuchtung umgerüstet. Alle Quecksilberdampflampen wurden auf LED umgebaut. Es liegen zwar noch nicht alle Schlussrechnungen vor, aber voraussichtlich werden dafür ca. 165 000 Euro verausgabt. Die errechnete CO2- Einsparung bei einer unterstellten Lebensdauer von 20 Jahren beträgt 904 Tonnen. Die Stromeinsparung errechnet sich auf 76 %. Vom Bund wurde die Umrüstung mit 24 212 Euro bezuschusst. Lediglich in der Straße „Leimenkaute“ sind noch Natriumdampflampen installiert. Deren Auswechslung wäre wegen der kurzen Einsatzzeit seit ihrer Installation nicht wirtschaftlich vertretbar und erfolgt zu späterer Zeit. Ein weiteres ökologisches Projekt hat die Ortsgemeinde im Kindergarten verwirklicht. Hier wurde eine neue Heizungsanlage eingebaut und der Anlagen-wirkungsgrad damit von 82 % auf 98 % gesteigert. Für diese energetische Sanierungsmaßnahme an der Heizung wurden 28 300 Euro verausgabt. An Zuschüssen aus Bundes- und Landesmitteln erhielten wir dafür 19 000 Euro.

In diesem Jahr hat sich auch die Telekommunikationsinfrastruktur in der Gemeinde erneut deutlich verbessert. T-Mobil hat die Antenne auf dem neuen Funkmast Sumborn in Betrieb genommen. Die lückenlose Versorgung der Ortslage mit Mobilfunkempfang ist damit sichergestellt und die Deutsche Telekom hat sich wiederum als verlässlicher Partner der Gemeinde und ihrer Kunden im ländlichen Bereich erwiesen und nach der Versorgung mit schnellem Internet im vergangenen Jahr, jetzt „weiße Flecken“ und Einschränkungen beim Mobilempfang in Albig behoben. 

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum Jahresende voraussichtlich 1,2 Millionen Euro und setzt sich zusammen aus 600 000 Euro Verbindlichkeiten gegenüber der Verbandsgemeindekasse und 600 500 Euro an Investitionskrediten. Durch den Verkauf eines gemeindeeigenen Grundstücks im Gewerbegebiet Lietzelwiese erzielten wir Einnahmen in Höhe von 237 000 Euro. Damit konnten die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplans Lietzelwiese, für die Baulandumlegung und der Gemeindeanteil an den Erschließungskosten abgedeckt werden. In diesem Jahr musste die Gemeinde einen nicht eingeplanten Grundstückskauf tätigen, da die Deutsche Bahn die „Park und Ride-Fläche“ am Bahnhof veräußern wollte und auf dem Immobilienmarkt angeboten hat. Die Mitglieder des Gemeinderates haben sich wegen des Erhalts der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs entschieden, die 908 Quadratmeter große Fläche Langgasse/Ecke Ladestraße für 55 000 Euro zu erwerben.

Die Einwohnerzahl der Gemeinde ist seit 2009 rückläufig. Damals lebten hier 1666 Einwohner. Mit Stand 30.6.18 haben wir 1612 Einwohner. Trotz der sehr guten Infrastruktur mit der Lage an den Bahnlinien Worms-Bingen und Kirchheimbolanden-Alzey-Mainz, der Nähe zu den rheinhessischen Autobahnen und der Tatsache, dass es im Dorf keine ungeplanten Leerstände an Gebäuden gibt, gelingt es nicht die Einwohnerzahl zumindest stabil zu halten. Das ist auf Dauer nicht vorteilhaft für die auf der Einwohnerzahl basierenden Einrichtungen, wie z.B. Kindergarten, Grundschule und für die Geschäftswelt. Die bisher gewählte Vorgehensweise, dass unser Neubaugebiet im Dorf liegt, ist damit an die Grenze gestoßen. Eine weitere Ursache dafür ist, dass es nicht gelingt, in überschaubaren Zeiträumen Bauland auszuweisen. Durch Einsprüche und die schwierige Oberflächenwasserproblematik im Bereich „Heilberg“ und „Vor Gehau“ ziehen sich die Bebauungsplanprozeduren immer mehr in die Länge.

Jetzt hat das Land eine Studie veröffentlicht, in der auf besondere Starkregenereignisse in unserem Bundesland hingewiesen wird und die Gebiete mit einer Sturzflutgefährdung analysiert. Unsere Bauleitplanung wird davon auch in den Bereichen „Heilberg“ und „Vor Gehau“ tangiert. Im Rahmen der Bearbeitung der Bebauungspläne werden wir im Gemeinderat entsprechende Schlüsse über die weitere Vorgehensweise ziehen müssen und die Planungen ggf. anpassen. Ein Schutzkonzept dazu wird in Auftrag gegeben. Gerne stehe ich allen interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu der Thematik und ich bitte Sie davon auch Gebrauch zu machen.   

Zum Ausblick auf das neue Jahr gestatten Sie mir folgende Ausführungen: Nach Vorlage des Bewilligungsbescheides, nach Abschluss eines Vertrages mit dem Turnverein und entsprechendem Votum zur Auftragsvergabe im Gemeinderat, kann voraussichtlich 2019 die Ausschreibung erfolgen und der Bau des Rasenplatzes beginnen. Der Gemeinderat hat im vergangenen Jahr die Einführung von wiederkehrenden Beiträgen für den Straßenausbau beschlossen und mit der Benennung der Goldbachstraße und Bermersheimer Straße eine erste Priorisierung vorgenommen. Das Verfahren wäre mit der Vergabe eines Planungsauftrages auf den Weg zu bringen. Auch steht im neuen Jahr die weitere Bearbeitung der Bebauungspläne auf der Tagesordnung des Rates. Für die Sanierung des Kirchenrathausdaches wurde 2018 im Benehmen mit der katholischen Kirchengemeinde ein Antrag auf Bezuschussung aus dem Investitionsstock des Landes gestellt. Bei Bewilligung steht diese auf 125 000 Euro geschätzte Maßnahme dann ggf. zur Ausführung an.

Am 26. Mai finden Kommunalwahlen für die Wahlperiode 2019-2024 statt. In Albig wird es danach sicher personelle Veränderungen bei der Besetzung des Gemeinderates und der Verwaltung geben. Näheres dazu erfahren Sie beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Samstag, 5. Januar um 17 Uhr in der Turnhalle. Dazu lade ich alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.

Zum Schluss des Schreibens gestatten Sie mir, dass ich nochmals an das ausgeprägte ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde erinnere und ich alle Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung motivieren möchte. Insbesondere für das Engagement um die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde danke ich nun vor Weihnachten und Jahreswechsel nochmals mit höchster Anerkennung. Im Turnverein, bei den Frühlingslerchen, der Jugendfeuerwehr, der Landjugend und im ev. Posaunenchor werden wichtige Beiträge für die Dorfgemeinschaft und für deren dauerhafte und nachhaltige Entwicklung geleistet.

Verehrte Bürgerinnen und Bürger von Albig,

ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019 und bleiben Sie weiterhin unserer Dorfgemeinschaft gewogen. 

Ihr Ortsbürgermeister
Günther Trautwein


Adresse

Rathaus
Langgasse 58
55234 Albig
Tel. (0 67 31) 23 01
E-Mail Adresse

Sprechstunden des Ortsbürgermeisters

Donnerstag:
10.30 - 12.00 Uhr
19.00 - 20.00 Uhr
und nach Vereinbarung


© 2010-2019 Ortsgemeinde Albig - Alle Rechte vorbehalten | Startseite | Impressum | Datenschutz | SiteMap
by ScreenPublishing.de
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen